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Aufbau Ost
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Aufbau Ost ist die verbreitete Bezeichnung fĂŒr alle wirtschaftspolitischen Maßnahmen in Ostdeutschland seit 1990, die die wirtschaftlichen LebensverhĂ€ltnisse in den neuen BundeslĂ€ndern an den Westen der Bundesrepublik Deutschland anpassen sollen.cite-ref-1[1]

Er soll als abgeschlossen gelten, wenn die Lebensbedingungen in Ostdeutschland auf Westniveau gestiegen sind. Nach einem raschen Aufholprozess in den 1990er-Jahren ist die AnnĂ€herung seit etwa 2000 weitgehend zum Stillstand gekommen und die Neuen LĂ€nder erreichen bei den wesentlichen wirtschaftlichen Indikatoren (etwa Lohnniveau, Bruttoinlandsprodukt usw.) zwischen 70 und 80 % des Westniveaus. Dazu kommen seit 2000 große Unterschiede in der Entwicklung von Wachstumsregionen wie Leipzig oder Berliner Umland und weiten Teilen des lĂ€ndlichen Raumes, die mit zunehmenden Schrumpfungsprozessen auf verschiedenen Feldern konfrontiert sind. Als weitgehend geglĂŒckt gilt der Aufbau Ost dagegen vor allem in den Bereichen, die direkt dem staatlichen Zugriff unterliegen, etwa bei der Verkehrsinfrastruktur, im StĂ€dtebau, beim Umweltschutz (Altlastenbeseitigung, Bergbaufolgesanierung, GewĂ€sserschutz etc.) oder bei Wissenschaft und Forschung.

Contents

‱ Zeitraum
‱ Literatur

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Zeitraum

Das Konzept des Aufbau Ost entwickelte sich im Zuge der Wiedervereinigung, als deutlich wurde, dass die Wirtschaft der DDR bzw. der neuen LĂ€nder sanierungsbedĂŒrftig war. Obwohl Wirtschaftsforschungsinstitute der Meinung waren, dass eine abrupte Wirtschaftsunion die verbliebenen Betriebe behindern wĂŒrde, wurde 1990 die WĂ€hrungs-, Wirtschafts- und Sozialunion verabschiedet. Die ostdeutschen Lebensbedingungen und -chancen sollten nach der Wiedervereinigung rasch an westdeutsche VerhĂ€ltnisse angeglichen werden. Die industrielle Warenproduktion ging bis Anfang 1991 um 70 % zurĂŒck. Die Maßnahmen des Aufbau Ost sollten die ostdeutsche Wirtschaft beleben, um eine drohende massive Abwanderung nach Westdeutschland zu verhindern.cite-ref-2[2] Die DurchfĂŒhrung sollte von den Landesregierungen der neuen BundeslĂ€nder koordiniert werden; sie erhielten dazu vom Bund und von den westlichen BundeslĂ€ndern aus dem Fonds Deutsche Einheit und aus den beiden Solidarpakten Mittel fĂŒr den Aufbau einer selbsttragenden Wirtschaft. Am 8. MĂ€rz 1991 beschloss das Kabinett Kohl das „Gemeinschaftswerk Aufschwung Ost“, das insgesamt 24 Milliarden Mark fĂŒr die Jahre 1991 und 1992 umfasste.cite-ref-3[3]cite-ref-4[4] Die Finanzierung des Aufbaus Ost mit Hilfe eigens ausgewiesener HaushaltsansĂ€tze endete mit dem Auslaufen des Solidarpakts II am 31. Dezember 2019.

Einheitsbedingte Kosten

Als rasch ĂŒberholt erwiesen sich die anfĂ€nglichen Vorstellungen zu den Kosten der deutschen Einheit. Als neue Finanzierungsquelle wurde daher ein – zunĂ€chst befristeter – SolidaritĂ€tszuschlag auf die Einkommensteuer erhoben. Außerdem wurde die Mineralölsteuer zum 1. Juli 1991 um 22 Pfennig (gut 11 Eurocent) je Liter Benzin erhöht; durch die zusĂ€tzlich anfallende Mehrwertsteuer betrug die tatsĂ€chliche Erhöhung rund 25 Pfennig (knapp 13 Eurocent).

FĂŒr die einheitsbedingten Kosten liegen die SchĂ€tzungen zwischen 250 Milliarden ostspezifischer Transferleistungen (Aussage des ehemaligen fĂŒr den Aufbau Ost zustĂ€ndigen Bundesministers Manfred Stolpe) bis hin zu 1,2 Billionen Euro (Aussage des Zeithistorikers Klaus Schroedercite-ref-5[5]). Schon die Bonner Republik hatte an die DDR jĂ€hrlich 1,5 Milliarden DM fĂŒr die Unterhaltung von Transitstrecken nach Berlin gezahlt, 1983 einen nie beglichenen Milliardenkredit gewĂ€hrt und Mittel fĂŒr den Freikauf politischer Gefangener aufgebracht.cite-ref-6[6] Im Nachhinein tauchte eine geheime Nachricht an Egon Krenz auf, dass die Existenz der DDR schon seit den 1970er Jahren von diesen Zahlungen abhĂ€ngig gewesen sei.cite-ref-m-ller-7-0[7]

Die unterschiedlichen Quellen und Zahlungswege (Steuereinnahmen, Kapital- und sonstige BesitzertrĂ€ge des Bundes, Transferleistungen des LĂ€nderfinanzausgleiches usw.) sowie die ökonomischen Auswirkungen fĂŒr Bund und LĂ€nder durch demographisch-wirtschaftliche Entwicklungen (besonders durch Westmigration nach der Grenzöffnung) lassen eine genaue Angabe der Gesamtaufwendungen nicht zu.

Die Angaben ĂŒber die fĂŒr den Wiederaufbau aufgewendeten Summen schwanken, denn es ist strittig, welche Posten direkt der Wiedervereinigung zugerechnet werden können. Lediglich die 82 Milliarden Mark aus dem Fonds Deutsche Einheit können klar zugeordnet werden. Schon ĂŒber die Kosten fĂŒr die WĂ€hrungs-, Wirtschafts- und Sozialunion, bei der aus 198 Milliarden Mark der DDR 120 Milliarden Deutsche Mark wurden, lĂ€sst sich wegen der verschiedenen Umstellungskurse kein genauer Zahlenwert ermitteln.

Wirtschaftliche Probleme und mögliche Ursachen

Wirtschaftliche Entwicklung

Der weitgehende Zusammenbruch der ostdeutschen Industrie und die anhaltenden Strukturprobleme in diesem Bereich gehören zu den Schattenseiten der deutschen Vereinigung. Im industriellen Sektor Ostdeutschlands gingen gegenĂŒber 1988 zwischenzeitlich etwa 83 % der BeschĂ€ftigungsverhĂ€ltnisse verloren. Damit blieb die wirtschaftliche Entwicklung Ostdeutschlands auch im Vergleich mit anderen Transformationsökonomien (wie bspw. Tschechien, Polen oder Ungarn) hinter den Erwartungen zurĂŒck.cite-ref-pohlmann417-8-0[8] Die ĂŒberalterten Produktionsanlagen der ostdeutschen Betriebe, denen es zur technischen Modernisierung an Investitionsmitteln fehlte, und die unproduktive personalintensive Fertigung zu DDR-Zeiten erwiesen sich als Probleme, die im deutschen Einigungsprozess deutlich sichtbar wurden.cite-ref-9[9]

Ein großes Problem stellte in der Umstellungsphase zudem das Auseinanderfallen des Ostblocks und seiner Wirtschaftsorganisation RGW insgesamt dar. Wichtigster Handelspartner fĂŒr die DDR-Wirtschaft war bis 1989 die UdSSR. Nach der EinfĂŒhrung der Deutschen Mark in der DDR und insbesondere nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion schwand dieser Markt jedoch vollkommen, weil auch die vormaligen RGW-Mitglieder nun den zwischenstaatlichen Handel nicht mehr mit Transferrubeln, sondern mit am Weltmarkt zu erwirtschaftenden Devisen abwickelten.

Die WettbewerbsfĂ€higkeit der ostdeutschen Wirtschaft wurde auch durch den politisch motivierten, weil von der ostdeutschen Bevölkerung geforderten Umstellungskurs im Rahmen der WĂ€hrungsunion geschwĂ€cht. Neben einem altersabhĂ€ngigen Sockelbetrag (zwischen 2000 und 6000 DDR-Mark), welcher 1:1 umgetauscht wurde, lag der Umstellungskurs bei 1:2 (d. h. 1 Deutsche Mark zu 2 Mark der DDR). Ein realer Wechselkurs bestand durch die fehlende KonvertibilitĂ€t der DDR-Mark nicht, die Kurse am grauen Markt schwankten aber in der Bandbreite 1:6 bis 1:9 (bei den Banken in der DDR). Die Schulden der Firmen wurden mit 1:2 umgerechnet, obwohl wertmaßstĂ€blich allenfalls ein Kurs von 1:4 zu rechtfertigen gewesen wĂ€re.cite-ref-10[10] Er sorgte dafĂŒr, dass die Kosten fĂŒr Arbeit in Ostdeutschland noch vor der staatlichen Einheit derart explodierten, dass die KonkurrenzfĂ€higkeit der meisten Betriebe empfindlich beeintrĂ€chtigt wurde.

Die BetriebsstĂ€tten der Kombinate, zu denen fast alle Betriebe zĂ€hlten, waren hĂ€ufig standörtlich stark zerrissen; zugleich waren GebĂ€ude und Produktionsanlagen verschlissen und nicht mehr zeitgemĂ€ĂŸ. Der Strukturwandel bewirkte die Entflechtung der Großkombinate, die Umwandlung in Mittel- und Kleinbetriebe und die Stilllegung vieler ProduktionsstĂ€tten. Verantwortlich fĂŒr die Privatisierung war die Treuhandanstalt. Obgleich die Unternehmen aus der Bundesrepublik meist kein Interesse daran hatten, Betriebe zu ĂŒbernehmen oder weiterzufĂŒhren, gelangten fast sĂ€mtliche grĂ¶ĂŸeren und mittleren Betriebe der alten DDR in westdeutsches Eigentum. Die leeren ökonomischen Versprechungen waren fĂŒr viele ostdeutsche BĂŒrger „eine schwere EnttĂ€uschung – und fĂŒr manche eine DemĂŒtigung“.cite-ref-11[11]

Der Arbeitsplatzabbau war enorm. Die offizielle Arbeitslosenquote spiegelt die RealitĂ€t dieser Zeit nicht wider, da Arbeiter in „Kurzarbeit-Null-Stunden“, der „Warteschleife“, in Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen und im Vorruhestand nicht als Arbeitslose in die Statistik eingingen. Zum Beispiel fĂŒhrte die Einbindung der Landwirtschaft in die Agrarpolitik der EuropĂ€ischen Union zur Stilllegung von landwirtschaftlicher NutzflĂ€che. In vielen Dörfern und StĂ€dten entstanden mit der Stilllegung von Betrieben Industriebrachen. Dies wurde Deindustrialisierung genannt, obwohl dieser Begriff prinzipiell eine Weiterentwicklung, eine Tertiarisierung zur Dienstleistungsgesellschaft, nicht ausschließt. In einigen Regionen brachen ganze Wirtschaftszweige weg, da diese unter marktwirtschaftlichen Bedingungen gegenĂŒber der Konkurrenz nicht mithalten konnten – zu hoher Aufwand an ArbeitskrĂ€ften und gleichzeitige Produktion von Erzeugnissen, die zu nicht konkurrenzfĂ€higen Preisen und mit veralteten Maschinen hergestellt wurden. Dies fĂŒhrte dazu, dass u. a. die lange ostdeutsche Tradition des Erzbergbaus 1991 beendet wurde.

FĂŒr die arbeitslos gewordenen Menschen gab es danach kaum mehr BeschĂ€ftigungsalternativen, da neue Investitionen nicht ausreichend neue ArbeitsplĂ€tze schufen. Der mit diesen GrĂŒnden einhergehende Zusammenbruch der alten DDR-Wirtschaft fĂŒhrte zu einem Migrationsprozess von historischen Ausmaßen. Allein von 1990 bis 1991 kehrten zwei Millionen Ostdeutsche ihrer Heimat den RĂŒcken und wanderten auf der Suche nach Arbeit in die alten BundeslĂ€nder aus. Andererseits gaben die Behörden 1991 zusĂ€tzlich sogenannte 19-a-Transport-Genehmigungen fĂŒr den GĂŒterfernverkehr heraus, um die anhaltende GĂŒternachfrage im Osten Deutschlands besser abzudecken, die vielfach auf einem Nachholbedarf bei der Ausstattung der ostdeutschen Haushalte beruhte.

Die Illusion, dass binnen vier Jahren die wirtschaftliche Landschaft erblĂŒhen werde und dass die Deutschen im Osten bis dahin die gleichen Löhne und GehĂ€lter erzielen wĂŒrden wie die Deutschen im Westen, ist laut Helmut Schmidt bereits 1992 von der Wirklichkeit eingeholt und als unhaltbar entlarvt worden.cite-ref-12[12]

Anpassung des Lohnniveaus

Der Aufbau Ost war alles in allem durchaus erfolgreich, wenn man nicht die Anfang der 90er Jahre geschĂŒrten ĂŒbertriebenen Anfangserwartungen zu Grunde legt. Das nominale Bruttoinlandsprodukt je Einwohner (Ostdeutschland einschließlich Berlin) konnte von gut 42 % (1991) innerhalb von sieben Jahren auf 65 % gesteigert werden. Vergleichbare Zahlen liegen bei der Infrastrukturausstattung vor. Die Anpassung der EinkommensverhĂ€ltnisse hat sich fortgesetzt. Erreichte die durchschnittliche Bruttolohn- und Gehaltssumme pro Monat 1991 erst 48 % der Westdeutschen, so belief sich diese im Jahr 1998 bereits auf 78 %. Unter BerĂŒcksichtigung der geleisteten Steuerzahlungen und empfangenen Transferleistungen erreichten die ostdeutschen Haushalte im Jahr 1998 bereits 87 % des Westniveaus.cite-ref-13[13] Die Einkommensunterschiede waren jedoch auch 20 Jahre nach der Wiedervereinigung nicht abgebaut. Nach einer Studie der Hans-Böckler-Stiftung lagen die Gehaltsunterschiede im Jahr 2011 im Durchschnitt immer noch bei 17 Prozent.cite-ref-14[14]

Nationalökonomische GrĂŒnde: Lohnentwicklung vs. ProduktivitĂ€t

Als Grund fĂŒr die anhaltende Verlangsamung des wirtschaftlichen Aufschwungs wird von einigen Ökonomen die Lohnentwicklung in der ostdeutschen Industrie genannt. So waren dort die Löhne als Folge der sogenannten Stellvertreterverhandlungen, in denen westdeutsche Gewerkschaften und ArbeitgeberverbĂ€nde die Löhne im Osten verhandelten, schneller gestiegen als die ProduktivitĂ€t. Diese betrug 1995 nach Angaben des Instituts fĂŒr Wirtschaftsforschung Halle bei allen Unternehmen in Ostdeutschland nur 54 % im Vergleich zu Westdeutschland (errechnet aus der Bruttowertschöpfung je ErwerbstĂ€tigen). Dies fĂŒhrte zu einer Verschlechterung der WettbewerbsfĂ€higkeit der noch existierenden Industrie, von der ein Großteil unterging, und langfristig zur InvestitionszurĂŒckhaltung westdeutscher und auslĂ€ndischer Unternehmen. Aber auch die schnelle Umstellung auf die Marktwirtschaft ĂŒberforderte die Firmen.

Industriesoziologische GrĂŒnde: Ökonomische Eliten und ihre Unternehmenspolitiken

Neben ErklÀrungen auf Systemebene, die die falschen Weichenstellungen der wirtschaftlichen Vereinigung unterstreichen und insbesondere die WÀhrungsunion unter ihren verbraucherfreundlichen bzw. unternehmensschÀdigenden Vorzeichen (Umtauschkurs) verantwortlich machen, dominieren ErklÀrungen auf Akteursebene. Dort wurden teilweise fachliche Defizite, MentalitÀt und Traditionsverhaftetheit ostdeutscher Manager und Belegschaften als Hindernisse industrieller Konsolidierung vermutet.cite-ref-pohlmann417-8-1[8]

Aus industriesoziologischer Perspektive bestanden schon zu Beginn des «Aufbau Ost» auf Systemebene spezifische Modernisierungskonstellationen, die den Pfad der weiteren Entwicklung vorzeichneten. Die Richtung des industriellen Entwicklungspfades wurde dabei maßgeblich von der abrupten Ausdehnung der Marktwirtschaft, der Orientierung am Modell des rheinischen Kapitalismus sowie durch technokratische Leitbilder von Entwicklung geformt. Kulturelle Traditionen wurden im Zuge des sozialen Wandels vereinseitigt und teilweise abgeschnitten. DafĂŒr zeichnete vor allem der vergleichsweise radikale Austausch der bisherigen Nomenklatura verantwortlich, die durch westdeutsche oder auslĂ€ndische Manager, aber auch durch neue ostdeutsche Eliten ersetzt wurde.cite-ref-15[15]

Auf der Zwischenebene der Unternehmenspolitiken dominierten nach der Vereinigung technizistische Deutungen ökonomischer Probleme. Die großteils naturwissenschaftlichen oder technischen BildungsabschlĂŒsse ostdeutscher Manager begrĂŒndeten eine spezifische „Ingenieurskultur“ auf Akteursebene, die technologischen ProblembewĂ€ltigungen den Vorrang vor organisatorischen oder marktökonomischen BewĂ€ltigungsstrategien einrĂ€umte. Die neue ökonomische Elite operierte unter der PrĂ€misse, die Funktionsweise der Marktwirtschaft bereits verstanden zu haben; es ging ihr primĂ€r darum, auch technologisch mit dem Westen gleichzuziehen.cite-ref-16[16]

Im Falle eines Scheiterns, so die Logik dieses Denkmodells, war man eben technisch noch nicht gut genug gewesen. Industriepolitisch wurde eine solche Sichtweise durch regionale Subventionen fĂŒr innovative Produktentwicklungen verstĂ€rkt. Komplizierte strategische Überlegungen, insbesondere eine etwaige Neupositionierung der Unternehmen in globalen Warenketten, wurden durch die Orientierung am westdeutschen Produktionsmodell blockiert:cite-ref-17[17]

„In direkter AbhĂ€ngigkeit von der westdeutschen Ökonomie konnte der Neueinstieg mit avancierten, aber noch namenlosen High-Tech-Produkten nicht gelingen. Der Markteintritt scheiterte oft auch am selbstverstĂ€ndlichen Missachten einer Akkulturationsproblematik, am Umgang mit der Undurchsichtigkeit der nationalen und internationalen MĂ€rkte. Ihre technizistische Deutung wurde marktökonomisch nicht belohnt. Erst auf dieser Basis lĂ€sst sich erklĂ€ren, warum die schlagartige ‚Entwurzelung‘ der ostdeutschen Produzenten zu Entwicklungshemnissen fĂŒhrte, welche die Strukturkrise der ostdeutschen Wirtschaft andauern ließ. Dazu trug auch die aufrechterhaltene Fiktion einer möglichen Angleichung durch Nachahmung des Westens bei.“

–

Markus Pohlmann

:

Die Industriekrise in Ostdeutschland. Zur Rolle ökonomischer Eliten und ihrer Unternehmenspolitiken

, S. 423

Transferleistungen als Ausweg aus der Krise?

Die Transferleistungen bzw. die Kosten fĂŒr den Aufbau Ost sollten nun vom SolidaritĂ€tszuschlag und vom Solidarpakt getragen werden. Der SolidaritĂ€tszuschlag („Soli“) wird auf Einkommen- wie Körperschaftsteuer erhoben, ist eine reine Bundessteuer und betrĂ€gt seit 1998 5,5 %. Da er aber nicht zweckgebunden ist, wurde er auch fĂŒr andere Ausgaben des Bundes verwendet.cite-ref-soli-tagesschau-18-0[18] Der Solidarpakt aber, als Solidarpakt I (1995 bis 2004), war eine Erweiterung des LĂ€nderfinanzausgleichs, in dem ostdeutschen LĂ€ndern zusĂ€tzlich aus dem Fonds Deutsche Einheit Finanzleistungen zukamen; die Erweiterung Solidarpakt II (2004 bis 2019) unterstĂŒtzt darĂŒber hinaus im zweiten Korb auch strukturschwache Regionen der alten BundeslĂ€nder.

Auch der von (allen) deutschen Steuerzahlern (ab einer bestimmten Höhe der Einkommenssteuerzahlung) zu entrichtende SolidaritĂ€tszuschlag sorgte fĂŒr Unfrieden zwischen Ost- und Westdeutschen. Wie das Emnid-Institut im September 2004 ermittelte, empfand jeder zweite Westdeutsche die jĂ€hrlichen Zahlungen fĂŒr den Osten als zu hoch, teils in Unkenntnis darĂŒber, dass der „Soli“ auch in Ostdeutschland entrichtet werden muss.

Uwe MĂŒller nannte die Entwicklung 2006 einen Supergau Deutsche Einheit (Buchtitel), ihm wurde aber einseitige BeweisfĂŒhrung vorgeworfen,cite-ref-19[19] die Bundeszentrale fĂŒr politische Bildung schreibt ausgewogener:

„Der bisher erreichte Integrationsstand wird sehr kontrovers beurteilt, im Ausland tendenziell positiver als in D. Im Hinblick auf die Zukunft reicht die Palette von sehr positiven EinschĂ€tzungen bis zu der BefĂŒrchtung, das starke innerdeutsche West-Ost-GefĂ€lle werde sich trotz oder gar wegen der erheblichen Transfers verfestigen, und in Ostdeutschland könne sich ein neues Mezzogiorno herausbilden.“

–

BPB.de zur innerdeutschen Wirtschaftsunion

Wenn sich nichts Ă€ndere, meinte Altbundeskanzler Helmut Schmidt 2005, „bekommen wir in der frĂŒheren DDR einen gemĂ€ĂŸigten Mezzogiorno ohne Mafia“.cite-ref-21[21]

Uwe MĂŒller nannte folgende GrĂŒnde fĂŒr die grĂ¶ĂŸer werdende Krise in den neuen BundeslĂ€ndern:cite-ref-m-ller-7-1[7]

‱ Durch die Wirtschafts- und WĂ€hrungsunion seien die ostdeutschen Betriebe unvorbereitet in den gesamtdeutschen und auch in den globalen Wettbewerb gestĂŒrzt worden.
‱ Die Fördermittel wĂŒrden, ausgenommen die bundeseigenen Strukturen wie Eisenbahn- und Autobahnnetz, direkt den Landesregierungen zugeteilt, auch im Solidarpakt II gebe es keine Möglichkeit fĂŒr den Bund oder andere LĂ€nder, die einzelnen Verwendungen zu ĂŒberprĂŒfen. Ein Großteil der Summe gehe dabei nicht in den Ausbau, sondern in Luxus und Konsum (etwa Freizeitparks in strukturschwachen Gebieten statt Strukturausbau).
‱ Die Politik gewĂ€hre den (in der Leitung westlich besetzten) Gewerkschaften Westlöhne, um einen Konflikt mit ihnen zu vermeiden, obwohl die Ostlöhne der einzige Standortvorteil der ostdeutschen Wirtschaft in ihrer Absatzarmut und StrukturschwĂ€che wĂ€ren.

Bei der Verschwendung der Mittel ist noch nicht eingerechnet, welche Kosten nicht sinnvolle Ausgaben wie der Bau z. B. von fĂŒnf noch immer unausgelasteten FlughĂ€fen im bevölkerungsarmen Mecklenburg verursacht hat. Der grĂ¶ĂŸte Teil versickerte sogar in den Haushaltslöchern: in nur 15 Jahren erreichten die neuen die Verschuldung der sechzig Jahre alten BundeslĂ€nder, und das bei einer viel geringeren ProduktivitĂ€t. Mit großem Abstand am schlechtesten stand es zeitweise um den Haushalt des Landes Berlin, das 2006 mit einer Verfassungsklage versuchte, den Bund zur Sanierung des Landeshaushaltes zu zwingen. Die Klage wurde abgelehnt, da noch nicht alle Sanierungsmaßnahmen ergriffen worden seien.cite-ref-22[22] Weiter stellten die Verfassungsrichter fest, dass der Bund erst dann ein Land sanieren muss, wenn dessen Notstand die ganze Bundesrepublik bedroht, vor allem, weil LĂ€nder ĂŒber mehrere Jahre schwere Fehlentscheidungen getroffen haben mĂŒssen, um einen Notstand zu erreichen. Dieses Urteil traf auch Bremen und das Saarland.cite-ref-23[23]

Folgeentwicklungen und Jahresberichte zum Stand der deutschen Einheit

Von 1995 an stand der „Aufbau Ost“ genannte Prozess unter verĂ€nderten Vorzeichen. Auf die Umbenennung der Treuhandanstalt und das Ende des Fonds Deutsche Einheit (Volumen: 82 Milliarden D-Mark) folgte der Solidarpakt, seit 2004 Solidarpakt I genannt.

Über die Entwicklung wurden Jahresberichte veröffentlicht.cite-ref-24[24]

Im September 2008 veröffentlichte der damalige Beauftragte der Bundesregierung fĂŒr die neuen BundeslĂ€nder, Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee, den Jahresbericht mit dem besonders positiven RĂŒckgang der Arbeitslosigkeit von 18 auf 12 Prozent.cite-ref-25[25] Nach wie vor liege das Wirtschaftswachstum ĂŒber dem Bundesdurchschnitt. Damit steige die gesamtwirtschaftliche Leistung auf 70 % des Westniveaus. Trotz alledem herrsche ein GefĂŒhl der Zweitklassigkeit vor, das auf eine sich verfestigende Zahl von Langzeitarbeitslosen, die niedrigeren Ostlöhne und Rentenprobleme zurĂŒckzufĂŒhren sei. Besorgniserregend und zu wenig thematisiert sei der Bevölkerungsschwund, der vor allem junge Leute und FachkrĂ€fte – und damit teilweise bis 25 % der Bevölkerung – abwandern lasse.

Im Jahr 2015 lagen nach den Zahlen der Deutschen Rentenversicherung Bund die „Renten wegen Alters“ bei durchschnittlich 787 Euro im Westen und 964 Euro im Osten, wobei die Frauen im Osten 846 Euro, die West-Frauen 580 Euro erhielten. FĂŒr die MĂ€nner galten die Zahlen 1124 Euro im Osten, 1040 Euro im Westen.cite-ref-26[26]

Wirtschaftsforschungsinstitute-Gutachten 2011

Im Februar 2012 kritisierte die NRW-MinisterprĂ€sidentin Hannelore Kraft das System. Sie fordert die Bundesregierung auf, eine seit einem Jahr unter Verschluss gehaltene Studie zum Aufbau Ost unverzĂŒglich zu veröffentlichen und zĂŒgig Konsequenzen zu ziehen. „NRW ist auch weiter zur SolidaritĂ€t bereit, doch wenn das Gutachten zu dem Urteil kommt, dass nun alle strukturschwachen Regionen in Deutschland in gleicher Weise behandelt werden mĂŒssen, muss das Konsequenzen haben“. Zugleich forderte sie zusĂ€tzliche Hilfen fĂŒr strukturschwache Regionen im Westen aus den Förderprogrammen des Bundes: „Nun ist erst einmal Westdeutschland dran“. Die Studie war vom Bundesinnenministerium in Auftrag gegeben worden; Auftragnehmer waren sechs Wirtschaftsforschungsinstitute unter FederfĂŒhrung des Instituts fĂŒr Wirtschaftsforschung Halle. Sie kamen zu dem Schluss, der Angleichungsprozess in den neuen LĂ€ndern sei trotz immer weiter fließender Hilfen „lĂ€ngst zum Stillstand gekommen“.cite-ref-27[27]

Das Deutsche Institut fĂŒr Wirtschaftsforschung und das Ifo-Institut sprachen sich in einem Sondervotum gegen die Subventionierung des Ostens aus. „DIW und Ifo sind nicht der Auffassung, dass der Staat mit Subventionen in die Entscheidung von Unternehmen eingreifen sollte. Bei einer solchen Subventionierung besteht zudem die Gefahr, dass es nur zu Verlagerungen von Funktionen aus anderen Standorten kommt.“cite-ref-28[28]

Ostdeutsche Konsummarken und Handelsprodukte

Siehe auch

:

Liste von Markennamen und Produkten in der DDR

Hersteller der in der DDR bestehenden Konsummarken wie Germina fĂŒr SportgerĂ€te, Sonja fĂŒr Margarine oder Foron fĂŒr KĂŒhlschrĂ€nke sowie HerstellerverbĂ€nde wie RFT als auch Einzelhandelsunternehmen wie Konsum und Handelsorganisation blickten nach dem Einzug der „westlichen“ Konkurrenz ab 1990 auf sinkende UmsĂ€tze und ErtrĂ€ge.

Vielen KonsumgĂŒterproduzenten gelang es, die Herstellung von Produkten mit Markennamen, die zu DDR-Zeiten etabliert waren, auf einem niedrigen Umsatzniveau aufrechtzuerhalten, zum Beispiel wurden Ski von Germina oder Margarine der Marke Sonja im Jahr 2020 als Nischenprodukte weiterhin nachgefragt. Die Mitarbeiterzahlen der betreffenden Unternehmen gingen gegenĂŒber der DDR-Epoche stark zurĂŒck.

Neben Produkten und Marken mit vergleichsweise geringer Nachfrage finden sich eine Reihe eingestellter Marken, so dass nur wenige Konsummarken mit DDR-Geschichte im Jahr 2020 noch weitverbreitet waren, darunter Fit-SpĂŒlmittel, Florena-Kosmetik, Köstritzer Schwarzbier, RotkĂ€ppchen-Sekt, Spee-Waschmittel und Wuta-Kamille-Handcreme, wobei sich die ostdeutsche Lebensmittelindustrie mittlerweile als leistungsstarker Wirtschaftszweig etabliert hat. Gelegentlich ĂŒbernahmen auch in „Westdeutschland“ lebende Erben von Familien, die von der DDR enteignet wurden, das ursprĂŒngliche FamiliengeschĂ€ft wieder auf. Dies gilt z. B. fĂŒr den GlashĂŒtter Uhrenbetrieb.

Einige Konsummarken, wie der des Mineralölanbieters Minol, in Besitz von Unternehmen aus „Westdeutschland“ oder „Westeuropa“ werden nur spĂ€rlich verwendet, teilweise um die Markenrechte nicht verfallen zu lassen; andere Konsummarken wie ORWO werden fĂŒr Zwecke genutzt, die mit der Produktion in der DDR nur indirekt zusammenhĂ€ngen, im genannten Fall fĂŒr die Website ORWO Netcite-ref-29[29] zur Bearbeitung von Fotografien, wĂ€hrend die namengebenden ORWO-Filme aus der Filmfabrik Wolfen die einzigen Filme waren, die in der DDR produziert wurden. Als Besonderheit in der Nach-Wende-Zeit ist die offensiv vermarktete Weiterverwendung des in der DDR erfundenen Produktnamens Spee fĂŒr Waschmittel durch die Henkel-Gruppe auszumachen, die in Werbespots auf den Spee-Produktionsort Genthin in Sachsen-Anhalt verwies, wo Henkel 1921 eine ProduktionsstĂ€tte gegrĂŒndet hatte. Nach der Jahrtausendwende begann der RĂŒckzug Henkels aus Genthin, so dass Spee zu einem so genannten „Ost-Produkt“ wurde, das ausnahmslos aus Westdeutschland „kommt“.

Die fast vollstĂ€ndige Versorgung des Beitrittsgebiets vom Oktober 1990 durch KonsumgĂŒter von Produzenten aus dem „Westen“ ĂŒber Einzelhandelsunternehmen mit Sitz in „Westdeutschland“ war ein wesentlicher Grund fĂŒr die unter „Wirtschaftliche Entwicklung“ geschilderten Probleme.

Bilanz der Entwicklung 1990 – 2019

Aus Anlass des Auslaufens des Solidarpakts II am 31. Dezember 2019 bilanzierte der „Wirtschaftsdienst“ 2021: „Die gesamtwirtschaftliche Produktion hat sich in Ostdeutschland seit der Wiedervereinigung verdoppelt. Im Jahr 2019 erzielten die neuen LĂ€nder eine Wirtschaftsleistung (je Einwohner:in) von 69 % im Vergleich zu den alten LĂ€ndern. Vor 30 Jahren (1991) waren es nur 32 %.“ Der deutsche Staat habe getan, was er habe tun können. 2019 sei „erreicht worden, was zu erreichen war.“cite-ref-30[30] Dass es de facto keine Gleichheit der LebensverhĂ€ltnisse in strukturstarken und strukturschwachen Regionen eines Staates gebe, sei, so der „Wirtschaftsdienst“, „normal“. Im Übrigen lĂ€gen 2021 die sechs kreisfreien StĂ€dte bzw. Landkreise Deutschlands mit dem niedrigsten Bruttoinlandsprodukt pro Einwohner inzwischen in den „alten BundeslĂ€ndern“.

Literatur

‱ Robert Böhmer: Der Geist des Kapitalismus und der Aufbau Ost. Eine institutionalistische Analyse des hemmenden Einflusses von Denkgewohnheiten und MentalitĂ€ten auf die ökonomische Entwicklung der neuen BundeslĂ€nder – auf der Grundlage von Thorstein Veblens „Regime of Status“ und Max Webers „Geist des Kapitalismus“. W.E.B. UniversitĂ€tsverlag, Dresden 2005.
‱ Marcus Böick: »Das ist nunmal der freie Markt«. Konzeptionen des Marktes beim Wirtschaftsumbau in Ostdeutschland nach 1989. In: Zeithistorische Forschungen 12 (2015), S. 448–473.
‱ Ulrich Busch: Aufbau Ost – Bilanz und Perspektiven. In: Berliner Debatte Initial. Band 16, Nr. 1, 2005, S. 79–90.
‱ Karl-Heinz PaquĂ©: Transformationspolitik in Ostdeutschland. Ein Teilerfolg. In: Aus Politik und Zeitgeschichte. Nr. 28, 2009, S. 22–27 (bpb.de [PDF; 2,8 MB]).
‱ Markus Pohlmann: Die Industriekrise in Ostdeutschland. Zur Rolle der ökonomischen Eliten und ihrer Unternehmenspolitiken. In: Deutschland Archiv. Band 38, Nr. 3, 2005 (uni-heidelberg.de).
‱ Klaus Schroeder: Das neue Deutschland. Warum nicht zusammenwĂ€chst, was zusammengehört, wjs-Verlag, Berlin 2010, ISBN 978-3-937989-66-2.

Einzelnachweise

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cite-note-22. ↑ Ulrich Heilemann und Hermann Rappen, Aufbau Ost, in: Lexikon Soziale Marktwirtschaft (Freiburg: UTB, 2002), S. 107.
cite-note-33. ↑ Presse- und Informationsamt der Bundesregierung, Bulletin v. 12.03.1991 Nr. 25, Gemeinschaftswerk Aufschwung-Ost, S. 177–182.
cite-note-44. ↑ deutschlandfunk.de: Vor 25 Jahren - "Gemeinschaftswerk Aufschwung Ost" wird beschlossen. Abgerufen am 19. Juli 2023.
cite-note-55. ↑ FAZ-Artikel zur Gesamttransferleistung: Alle Bundesregierungen haben versucht, die Kosten der Vereinigung zu verschleiern, wohl um eine Neiddebatte zu verhindern. Da die Vereinigung aus verschiedenen unĂŒbersichtlichen Quellen finanziert wird, gibt es nur SchĂ€tzungen ĂŒber die Höhe der Transfers. Nach Berechnungen des IWH (Institut fĂŒr Wirtschaftsforschung Halle) betrugen die Bruttotransfers von 1991 bis 2003 in etwa 1,2 Billionen, die Nettotransfers etwa 900 Milliarden Euro.
cite-note-66. ↑ „Bis zu 25 Milliarden Mark soll [so] die KoKo [Kommerzielle Koordinierung] erwirtschaftet haben“, aus: EnzyklopĂ€die der DDR.
cite-note-m-ller-77. ↑ Uwe MĂŒller: Supergau Deutsche Einheit. Hamburg 2006, ISBN 3-499-62153-3, Kap. 1
cite-note-pohlmann417-88. ↑ Markus Pohlmann (2005): Die Industriekrise in Ostdeutschland. Zur Rolle ökonomischer Eliten und ihrer Unternehmenspolitiken, in: Deutschland Archiv 38 (3), S. 417.
cite-note-99. ↑ Wochenbericht @1@2Vorlage:Toter Link/www.diw.de (Seite dauerhaft nicht mehr abrufbar, festgestellt im November 2024. Suche in Webarchiven) des DIW vom 1. Juni 2007.
cite-note-1010. ↑ MĂŒller, S. 48.
cite-note-1111. ↑ Zit. n. Helmut Schmidt: Auf der Suche nach einer öffentlichen Moral. Deutschland vor dem neuen Jahrhundert. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1998, S. 31 ff.
cite-note-1212. ↑ Helmut Schmidt: Auf der Suche nach einer öffentlichen Moral. Deutschland vor dem neuen Jahrhundert. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1998, S. 35.
cite-note-1313. ↑ Bundesministerium fĂŒr Wirtschaft und Technologie (Hrsg.), Bilanz der Wirtschaftsförderung des Bundes in Ostdeutschland bis Ende 1998 (Bonn: BMWT, 1999).
cite-note-1414. ↑ Enormes LohngefĂ€lle zwischen West und Ost, in: Focus Online am 12. Juli 2011, (online auf: focus.de)
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cite-note-2727. ↑ handelsblatt.com vom 29. Februar 2012: Kraft fordert einen Aufbau West (Memento vom 2. MĂ€rz 2012 im Internet Archive)
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cite-note-2929. ↑ orwonet.de (Memento vom 12. Januar 2021 im Internet Archive)
cite-note-3030. ↑ RĂŒdiger Pohl: Aufbau Ost: Lief da etwas falsch? In: Wirtschaftsdienst. Zeitschrift fĂŒr Wirtschaftspolitik. 101. Jahrgang, 2021. Heft 13. S. 14–20, abgerufen am 5. Juni 2022.